Häufige Fragen, klare Antworten

Gerne möchte ich Yoga machen, ich bin aber nicht besonders beweglich.

Das ist kein Problem, jede Person kann nach den eigenen Möglichkeiten die Yogaübungen durchführen, bei schwierigen Übungen gibt es immer eine einfachere Variante, d.h. Ersatzübung.

Kann man mit Rückenproblemen Yoga machen?

Immer, wenn ein körperliches Problem besteht, bin ich froh, wenn ich darüber informiert werde, damit wir mit entsprechenden Übungen auf die Schwierigkeiten eingehen und dies’ in der Stunde berücksichtigen können. Dies’ gilt auch bei Bluthochdruck, Erhöhung des Augeninnendrucks, Atemwegserkrankungen, Schulter- und Knieproblemen, sowie bei Depressionen.

Ich bin 73 Jahre alt, kann ich noch mit Yoga beginnen?

Aber sicher, ich habe eine Kursteilnehmerin, die bis zu ihrem 95. Lebensjahr wöchentlich in den Kurs gekommen ist. Es gibt auch die Möglichkeit, in eine Seniorengruppe einzusteigen.

Kommt man beim Yoga ins Schwitzen?

Bei einer ausgewogenen Yogastunde sollte man in der Regel nicht schwitzen.

Ab wann kann ich selbständig Yoga üben?

Das ist sehr verschieden: in der Regel bereits ab der ersten Stunde, da wir immer ein Blatt abgeben mit den gelernten Übungen; der Aufbau der Lektion ist wichtig, und die Übungen sollten aufeinander abgestimmt werden, damit die Stunde ausgewogen ist. Es ist aber auch möglich, dass Sie nach 10 oder 20 Jahren Erfahrung noch neue Positionen entdecken. Für viele Teilnehmer ist es wichtig, dass der Rahmen stimmt (Ort, Lehrperson und Gruppe), wir sollten uns wohl fühlen im Yogakurs.

Bezahlt die Krankenkasse etwas an den Yogaunterricht?

Bei vielen Kassen sind wir anerkannt, da wir ein Diplom in Anatomie/Physiologie abgeschlossen haben.

Kann ich gleich in eine Gruppe einsteigen?

Privatunterricht ist keine Bedingung, aber oft von Vorteil, da wir auf verschiedene Punkte genauer eingehen können, was den Einstieg bestimmt erleichtert und den Zugang zum Yoga fördert. Es ist jederzeit, auch während dem laufenden Quartal, möglich, in einer bestehenden Gruppe mitzumachen.

Brauche ich Vorkenntnisse im Yoga?

Nein. Wir geben während dem Unterricht immer wieder Erklärungen zu den Übungen und deren Wirkungen ab und bringen so Theorie und Praxis zusammen.

Wie gross sind Ihre Klassen?

Dies ist je nach Raum unterschiedlich, in der Regel 4 – 8 Personen.

Ich bin schwanger, ab wann ist es möglich Yoga zu machen?

Je früher desto besser, da eine geschulte Atmung in der Schwangerschaft durch optimierte Sauerstoffzufuhr sowohl für die Mutter als auch für das Kind eine positive Auswirkung hat und den Geburtsvorgang wesentlich erleichtert. Wichtig ist auch, dass wir mit den Übungen vertraut werden, damit sie im Moment der Geburt eingesetzt werden können.

Braucht man Kondition?

Ich würde meinen nein, denn der Yoga ist nicht leistungsorientiert, aber mit der Zeit verbessern sich die Haltung und die Beweglichkeit, der Kreislauf wird angeregt und die Konzentration gefördert.

Welche Art von Yoga unterrichten Sie?

Das ist nicht so einfach zu beantworten, weil es gar nicht so viele Yoga-Arten gibt, wie heute vermarktet werden, denn viele moderne Angebote sind trendig benannte Yogapraktiken, bei denen die Atmung kaum beachtet wird. Der Ursprung der Yogatradition liegt in den vier klassischen Richtungen, die auf meiner Homepage kurz erwähnt sind. Patanjali, Vater des Yoga, prägte zu Beginn unserer Zeitrechnung die Yogaphilosophie. Diese klassischen Systeme wurden später von Vivekananda, dem toleranten Yogi der Moderne, aufgeschrieben. Sri Krishnamacharya, ayurvedischer Arzt, vertiefte anfangs des 20. Jh. ayurvedisches Wissen mit Yoga. Dieses umfassende Gesundheitssystem wurde durch seine beiden Söhne Shribhashyam und Desikachar in Frankreich und in der Schweiz gelehrt, was meinen Unterricht nun heute prägt.

Der Hatha-Yoga entstand erst im 14./15. Jh und ist heute sehr auf den Bewegungsapparat ausgerichtet. Sehr wichtig im Yoga ist jedoch, dass wir die Bewegung mit der Atmung verbinden, um eine präzise und gute Wirkung zu erreichen.